Newcomer Women Artathon*

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Drei der Workshopleiterinnen Alessandra Agostini,, Peggy Sylopp und Helen Naujoks
Ebenfalls Worshopleiterinnen waren: Klara Domröse, Sti und Stu (Klara Domröse und Elisabeth Boes) und Nahla Alchanaah.

Wir starteten mit einem Flyer zur Einladung der geflüchteten Frauen:
Arabic-عربی Dari-فارسی English Deutsch All

Helen Schröder und Klara Domröse setzen sich in ihren Workshops mit den Themen „Theater und Sprache“ auseinander. Die die Zielsetzung lag darin, Frauen durch spielerische Art und Weise, mit Stimm- und Sprachübungen aus dem Theater, zum lockeren Sprechen zu bringen. Dabei sollten die Teilnehmerinnen die Übungen auch physisch umsetzen. In dem Workshop von Helen Schröder wurden zusätzlich die Lieblingssongs der Teilnehmerinnen mit einbezogen.

IMG_20170930_174551Screenshot aus dem Film von Helen Schröder

Das Hörspiel, welches Klara Domröse in der Zeit ihres Workshops mit den Frauen aufgenommen hat, zeigt deutlich, dass die ausgesuchten Übungen dazu beigetragen haben, die Frauen zu einem Austausch in einer fremden Sprache zu animieren, der darüber hinaus mit Themen aus dem Leben und den Gefühlswelten der Frauen selbst gefüllt war.

Die Bewegungsziele im Tanz Workshop von Alessandra Lola Agostini „Frauentreffsalon betrafen ein gemeinsames Wohlfühlen und Begegnungen durch den Körper und grundsätzliche Kenntnisse von Zeit und Rhythmus, Raum, Kraft und Tanz. Besonders wurde an Kräftigung, Dehnung, Feinmotorik, Atmung und Entspannung gearbeitet und es entstanden kleine Choreografien. Dies bewirkte, dass die Frauen ihren Körper besser wahrnehmen konnten und den Gefühlen freien Lauf ließen, da die körperliche Kommunikation viel Potential an Authentizität und persönlichem Empowerment hat! Die Workshop-Ergebnisse wurden beim Abschlussfest mit Erfolg gezeigt, wobei die Frauen auch ein Bewegungspiel mit Tüchern für alle Gäste auf Deutsch und Kurdisch-Arabisch anleiteten.

 Szenen aus dem Workshop “Frauentreffsalon”von Alessandra Agostini

Bei dem Workshop „Der Körper als Mittel zur Sprache“ von Elisabeth Boes, sollten Bewegungsspiele und Techniken der Massage zu einem geschärften Körperbewusstsein führen und einen Austausch unter den Frauen, unabhängig von der jeweiligen Sprache, unterstützen. Bei diesem Workshop stand der Körper selbst, in Form von Berührungen und nonverbalen Ausdrucksformen, im Mittelpunkt. Allerdings war der Bedarf an verbalem Austausch so groß, dass weniger in „Stille“ gearbeitet worden ist, als geplant. Zudem hat der Großteil der Frauen schon ganz gut Deutsch gesprochen, was die Grundidee, sprachliche Unterschiede mit dem Mittel der Körpersprache abzulösen, eigentlich überflüssig machte. So hat sich in diesem Workshop der Fokus der Übungen verschoben und es wurde intensiver durch geführte Bewegungsspiele und Übungen an einem besseren Körperbewusstsein gearbeitet. Die Arbeit mit dem eigenen Körper wurde sehr gerne angenommen, da die Frauen in ihrem Alltag wenig Zeit für sich selbst haben.

Aus dem Workshop ist das Video über “Drei Fragen an die Zukunft” entstanden – ein Interview über Tasten mit Khmalakova Zalina aus Russland.

vlcsnap-2017-12-22-19h19m43s587Screenshot aus dem Video “Drei Fragen an die Zukunft” von Elisabeth Bös

In dem Workshop und Exkursionen mit „Kommunikationscollagen“ von Peggy Sylopp und Nahla Alchanaah, dass die Frauen ein großes Bedürfnis haben, mehr am kulturellen Leben in Deutschland teilzuhaben, die neue Umgebung kennen zu lernen und zu erkunden. In dieser Umgebung tauschten sie Gedanken und Empfindungen über Vergangenheit, Flucht und Gegenwart aus. In der lockeren Atmosphäre wurden Erinnerungen wach, es wurde musiziert, gesungen und getanzt. Traditionelle Lieder und Tänze und Gerichte aus den verschiedenen Regionen wurden ausgetauscht. So konnten Momente der Lebensfreude geweckt werden, so dass die Frauen etwas Kraft für ihren Weg in die Zukunft tanken konnten.
In dieser aufgeschlossenen Atmosphäre wurden aus subjektiver Sicht Eindrücke und Zitate gesammelt und sich untereinander sowie verschiedene Orte fotografiert.

Szenen aus dem Workshop “Kommunikationscollagen” im der Notunterkunft Stresemannstraße, von Naha Alchanaah und Peggy Sylopp

Am 30. September 2017 fand die geplante Abschlussveranstaltung in der Werkstattbühne im Theaterhaus Berlin statt. Ein Büffet mit internationalen Speisen wurde zum großen Teil von den Workshopteilnehmerinnen u.a. als eine Workshopeinheit hergestellt. Die Workshopleiterinnen stellten nacheinander kurz die Themen und Ergebnisse ihrer Workshops vor und präsentierten im Anschluss ihre Ergebnisse; Bewegungsspiele, einen Film mit Interview, eine Audiocollage und Filme zum Thema Tanz mit Objekten. Zum Abschlussfest kamen etwa 80 Frauen und Kinder. So konnten sich alle Workshopteil-nehmerinnen zum ersten Mal treffen und kennenlernen. Insgesamt gab es ein sehr positives Feedback der Frauen und den Wunsch das Projekt weiterzuführen (siehe auch Fragebögen). Ebenso gab es Rückmeldungen von den Sozialarbeiterinnen der Flüchtlingseinrichtung aus Luckenwalde, die sich für ein Weiterführen der Workshops aussprachen.

 

Die Abschlussveranstaltung am 30.09.2017 im Theaterhaus Berlin Mitte

Wir bedanken uns bei allen herzlich für das Mitmachen und die wunderschönen Beiträge!

*Art+Hackathon: Kreative Ideenfindung in kurzer Zeit

 

 

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